Dr. Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts und Deutschlands bekanntester Tierarzt, hat mit fast gleichem Argumentationsmuster wie die Querdenker vor Fehlinterpretationen gewarnt: Zwar nicht vor der Fehlinterpretation von Todesfällen im Zusammenhang mit einer SARS-COV II – Infektion aber vor Fehlinterpretationen bei impfbedingter Sterblichkeit:Wieler sagte, da insbesondere die Hochrisikopatienten zuerst geimpft werden sollen und in diesem Personenkreis die Sterblichkeit besonders hoch sei, muss bei Todesfällen genau geprüft werden, ob der „Grund die Impfung waroder eine andere Krankheit“. Das sei „extrem wichtig“. Genau diese Differenzierung aber – so haben die Querdenker und wir ja schon früh kritisiert – hat man bei den „Corona-Toten“ gar nicht versucht.Neben der Hauptfrage „Gibt es gegenüber der „normalen saisonalen Sterberate“ überhaupt eine „Übersterblichkeit“, können die Statistiker nun jedenfalls die Toten nach einem weiteren Kriterium sortieren und versuchen, die Effekte zu berechnen:Tote, die1.weder COVID 19 noch eine Impfung hatten2.akut COVID 19 hatten und nicht geimpft wurden3.kein COVID 19 hatten und geimpft wurden und4.COVID 19 und Impfung hattenSelbst wenn man – etwas naiv – voraussetzt, dass diese Daten sauber erhoben werden, ist es nicht trivial, den verschiedenen Einflüsse zu berechnen. Es bleibt viel Platz für politisch motivierte Interpretationen. Apropos Impfung: Wir wissen, dass Viele auf die Impfung hoffen und die Impfbereitschaft allgemein hoch ist. Wir maßen uns hier kein Urteil an, haben aber eine Empfehlung: Informieren Sie sich umfassend und beschränken Sie sich dabei nicht auf Tagesschau und MAZ!

Gerald Hübner

Fraktionsvorsitzender der AfD im Kreistag Havelland