Mietwucher, Mietendeckel, Enteignung
und Wohnungen, die man sich noch leisten kann

Da haben wir sie, die linken Stichworte, die vor allem in Berlin und den berlinnahen Gemeinden immer ein aktuelles Diskussionsthema abgeben. Während es insbesondere für Studenten und Alleinerziehende in der Tat immer schwerer wird, bezahlbaren Wohnraum zu finden, hat die Gruppe der Asylbegehrenden, der Flüchtlinge und Glücksuchenden da erst einmal kein Problem. Sie werden zunächst in „Übergangswohnheimen“ untergebracht und dann wird für sie, wenn sie nach etwa 18 Monaten in den Geltungsbereich des Sozialgesetzbuches II gelangt, also Hartz 4er geworden sind, auf dem freien Wohnungsmarkt nach Wohnraum gesucht. Da wird ihnen geholfen und da das Sozialamt als verlässlicher Zahler gilt, mit guten, um nicht zu sagen mit besseren Chancen als unbetuchte Einheimische.

Natürlich ist nicht zu bestreiten, dass mehr Nachfrage nach Wohnraum gleichzeitig ein Umfeld schafft, in dem Mieterhöhungen durchsetzbar sind. Dass Migrationsdruck dafür aber ein wesentlicher Faktor ist, dies wollen Linke aller Spielarten nicht so gerne sehen. Vermieter stellen sie lieber unter Miethai-Verdacht. Warum diese Haie dann aber nicht so zahlreich neuen Wohnraum schaffen, wenn das angeblich so leicht verdientes Geld verspricht, bleibt ein Geheimnis. Jedenfalls sinkt die Zahl der Baugenehmigungen aktuell bundesweit.

Einen sicherlich guten Schnitt dürften aber seit 2015 die Vermieter von Container-Übergangswohnheimen gemacht haben.

Schauen wir uns also die Unterbringungskosten in den Übergangswohnheimen am Beispiel des Übergangswohnheimes Erlenbruch in Schönwalde-Glien konkret an.

Die Fraktion der AfD im Kreistag Havelland hat in einer Anfrage vom 15.9.2019 den Landrat nach den monatlichen Gesamtkosten incl. Miete, Wachschutz, Betriebskosten, Versicherungen, Personal, Reparatur und Sonstigem, sowie nach den jeweiligen Belegungszahlen befragt und das gewünschte Zahlenwerk schnell mitgeteilt bekommen.

Die Fakten:

  • Betriebseröffnung: Januar 2016
  • Kapazität: ca. 400
  • Maximal erreichte Belegdichte: 260 (ca. 65% der Kapazität)
  • Letzte zur Verfügung gestellte Zahlen: August 2019
  • Auswertungszeitraum: 44 Monate
  • Darin enthaltener Leerstand: 15 Monate (Standby-Betrieb)
  • Durchschnittliche Belegung in den 29 Monaten Belegzeit: 161 Personen (ca. 40 % der Kapazität)
  • Durchschnittliche Belegung in den gesamten 44 Monaten: 106 Personen (ca. 27 % der Kapazität)
  • Gesamtkosten in den 44 Monaten: 8.704.174 Euro
  • Gesamtkosten in 29 Monaten mit Belegung: 6.616.869 Euro
  • Kosten für 15 Monate Leerstand: 2.087 304 Euro
  • Kosten pro Bewohner und Monat in der Belegzeit: 1.420 Euro
  • Kosten pro Bewohner und Monat über den Auswertungszeitraum: 1.868 Euro

Allein für die Unterbringung sind also pro Person Monat für Monat real über die 44 Monate Betriebszeit im Durchschnitt 1.868 Euro ausgegeben worden.

Dazu kommen Ernährung, Gesundheitsfürsorge/Krankenbehandlung/Kleidung/Kurse/Schulkosten/Ausbildungen/Taschengeld/Subventionierung der Unterstützerszene.

Nicht zu vergessen die versteckten Kosten wie Polizeieinsätze, von denen es im Erlenbruch einige gab.

Wir lassen die Zahlen hier unkommentiert wirken.

Woher das Geld kommt, was man damit anderes hätte machen können, oder vorher gemacht hat, ob die Kosten angemessen und auf Dauer tragbar sind …  Sie werden das selbst bewerten können!

 

Gerald Hübner, Fraktionsvorsitzender