Havelland (MZV) Die AfD im Havelland will auch im kommenden Jahr Akzente setzen und wird wohl auch deshalb vorbehaltlich eines positiven basisdemokratischen Mitgliedervotums einen eigenen Kandidaten im Hinblick auf die im kommenden Frühjahr anstehenden Landratswahlen ins Rennen schicken. Auch sonst sei die Partei gut aufgestellt, wie der Vorsitzende Kai Gersch, betonte. Er will bei der Mitgliederversammlung Anfang Januar erneut als Parteichef kandidieren. Zudem ist die die Zahl der Mitglieder nach einer durchschrittenen Talsohle im Sommer dieses Jahres nun wieder deutlich angestiegen. Das offenkundige Bekenntnis eines politischen Akteurs ärgert Gersch jedoch massiv.

    
© MZV/Rachner

So hat er die jüngste rassistische Entgleisung von Björn Höcke scharf kritisiert und die Rüge der Parteispitze wegen “politischer Torheit” ausdrücklich begrüßt. Der Landesvorsitzende der Alternative für Deutschland in Thüringen hatte zuletzt in einer Rede vom “lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp” gesprochen, der in Europa auf den “selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp” treffe. “Es ist völliger Stuss und Schwachsinn, was Björn Höcke da redet. Das ist völlig daneben und nicht akzeptabel”, sagte Gersch, der sich damit von ihm distanziert. “Er sollte sich mal überlegen, was er in der Öffentlichkeit verbreitet. Bei uns schütteln alle nur noch die Köpfe. Wir sind fassungslos”, meinte er weiter.

Indes hat die AfD Havelland bisher bis zu drei Protagonisten in petto, die sich parteiintern eine Kandidatur für die Landratswahl vorstellen können. Namen wollte Gersch zwar noch nicht preisgeben, doch trotz des überraschend angekündigten Rückzuges von Landrat Dr. Burkhard Schröder (SPD) will seine Partei auch in diesem Fall Farbe bekennen. Aber: “Wir haben uns darauf verständigt, die Mitglieder entscheiden zu lassen, ob wir jemanden aufstellen. Sollte das am 14. Januar der Fall sein, werden wir am 21. Januar entsprechend wählen, um https://www.acheterviagrafr24.com/achat-viagra-cialis-en-ligne/ am Ende des Verfahrens alle Fristen einhalten zu können”, sagte Gersch. “Es wird für uns gleichwohl eine Herausforderung. Diese nehmen wir aber sehr gerne an, schließlich motiviert uns das Landratswahlergebnis unserer Parteifreunde im Landkreis Dahme-Spree als Jens-Birger Lange mit 22,9 Prozent das zweitbeste Resultat einfuhr.”

Gersch selbst will sich dem übergeordnet zunächst aber erneut am 14. Januar als Parteivorsitzender wiederwählen lassen. Überhaupt setzt die AfD in Personalfragen auf Kontinuität. Denn: Bis auf Norman Wollenzien sollen und wollen fast alle bisherigen Vorstandsmitglieder erneut kandidieren. “Wir sind ein gutes Team, das ruhig und harmonisch zusammenarbeitet. Es haben viele ihre Bereitschaft erklärt, weiter eine aktive Rolle zu übernehmen. Warum sollten wir deshalb viel ändern?”, hinterfragte er.

Dass die AfD im Übrigen mittlerweile mehr als 80 Mitglieder hat, freut den Kreisvorsitzenden natürlich. Eigenen Angaben zufolge erhalte die Partei zwei bis vier Anfragen pro Woche, die zumeist in eine Mitgliedschaft münden. “Es geht wirklich rasant aufwärts Langsam aber sicher kommen wir der FDP im Havelland näher”, meinte Gersch, der vor seiner Karriere in der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus für die Liberalen saß.

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