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Nauen (MOZ) Die AfD im Havelland wird Ende Mai einen Ortsverband in der Stadt Nauen gründen. Das bestätigte der Kreisvorsitzende Kai Berger am Montag. Ob die Partei allerdings einen Bürgermeisterkandidaten aufstellen wird, steht nach wie vor nicht fest. 

„Momentan ist alles offen. Unser Anspruch, einen eigenen Kandidaten aufstellen zu wollen, ist aber da. Noch sind wir entspannt, schließlich haben wir  bis zum 20. Juli alle Zeit der Welt, einen Wahlvorschlag offiziell einzureichen. Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt“, sagte er.

Für den Parteichef habe zunächst die Gründung des Ortsverbandes Priorität, um strukturell besser aufgestellt zu sein. „Wir wollen organisiert sein, und so das Zusammengehörigkeitsgefühl fördern. Das ist auch wichtig für die Bundestagswahl“, so Berger weiter.

Für die parallel stattfindenden Bürgermeisterwahlen in Nauen gelte es nun „einen vernünftigen Kandidaten zu finden, der wirklich etwas bewegen kann“. „Wir werden mit Sicherheit nicht antreten, bloß um dabei zu sein. Das widerstrebt mir. Entweder wir haben einen schlagkräftigen Kandidaten oder nicht. Es macht schließlich keinen Sinn, auf Biegen und Brechen jemanden aus dem Hut zu zaubern.“

Sollte der Fall eintreten, dass die AfD tatsächlich keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten findet, seien natürlich weitere Optionen denkbar. Im Klartext heißt das: Die Unterstützung eines anderen Kandidaten ist gefragt. „Wir gucken uns alle Varianten an. Mehr möchte ich  dazu zum  jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, betonte Berger.

Bislang stehen in Nauen mit Oliver Kratzsch (SPD) und Eckart Johlige (CDU) zwei Bürgermeisterkandidaten fest. Manuel Meger (Ländliche Wählergemeinschaft + Bauern) wird bald ebenfalls offiziell nominiert werden.